Zwetschgenkuchen mit Dinkel und Hefe

Eine schöne Kindheitserinnerung sind Sonntagnachmittage in der Sommersaison. Da wurde irgendwo in der Familie ein Blech Kuchen gebacken und dann traf man sich bei diesem oder jenem um heftig durcheinander zu reden und sich ein Stück nach dem anderen in den gierigen Bauch zu schieben. So zumindest habe ich das als Kind empfunden.

Bei uns in Hessen hieß die herrliche Zwetschgen-Backware „Quetschekuche“ und dieser Klassiker durfte selbstverständlich in der Zwetschgenzeit nicht fehlen. Ich habe ihn jetzt auf meine Bedürfnisse  umgeschrieben, nämlich als weizenfreie Variante mit Dinkelmehl und ordentlich Zimt und Zucker. Dazu gehört natürlich eine fette Portion Schlagsahne, aber als ich dieses Foto noch machen wollte, war er schon wieder weggefuttert….

Ihr benötigt:

-ein Backblech

-Backpapier

Für den Hefeteig:

250 ml Milch

1 Würfel Hefe

500g Dinkelmehl 630

50g Butter

100g Zucker

Abgeriebene Schale 1 kl. Bio-Zitrone

Für den Belag:

2 kg Zwetschgen

3 EL Semmelbrösel

50 g Zucker

1 Beutel Vanillezucker

1 TL Zimt

Zubereitung:

Hefe, Zucker und Milch verrühren.

Thermomix: 2 min/37* / St. 2,5

Restliche Zutaten zufügen und gründlich verkneten

Thermomix: 5 min / Teigstufe

Teig in eine Schüssel umfüllen und an einem warmen Ort 30 min gehen lassen bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.

In der Zwischenzeit wascht ihr die Zwetschgen, trocknet sie ab und schneidet sie auf ohne sie durchzuschneiden, entfernt den Kern und schneidet dann die Hälften jeweils noch einmal ein.

Den Backofen auf 200 * C Ober/Unterhitze vorheizen

Den Hefeteig auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben und ausrollen.

Die Semmelbrösel auf dem Teig gleichmäßig verteilen. (das verhindert ein durchweichen des Hefekuchens, so schmeckt er länger frisch)

Die Zwetschgen auf der Schale nach unten auf dem Teig verteilen und mit der Hälfte des Zimt und Zuckers bestreuen.

Im vorgeheizten Backofen ca 35 min backen.

Danach mit dem Rest der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen und am besten noch warm genießen.

Dazu passt wunderbar frische Schlagsahne oder auch Vanilleeis.
Für ganz mutige: In der Südpfalz ist man Zwetschgenkuchen unverdrossen zu Kartoffelsuppe (Grumbeeresupp) dazu erspare ich euch jetzt jeden Kommentar ;-). Egal wie ihr euch auch entscheidet, lasst es mich wissen, ich freue mich über jeden Blogkommentar, wie ihr den Kuchen verzehrt habt. Bis dahin,

eure Lindenthalerin

 

 


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Dinkel-Toast mit Saaten

Mit Toastbrot ist es ja so eine Sache: Am Besten schmecken meistens die mit dem geringsten Nährwert und je  vollwertiger das Ganze wird um so mehr schmeckt es nach Pappe. Das sind zumindest meine Erfahrungen mit diversen Toastbroten. Einen reinen Dinkeltoast habe ich überhaupt noch nicht gefunden. Mit diesem Dinkeltoastbrot mit Chia, Leinsamen und Sonnenblumenkernen bin ich aber durchaus zufrieden und habe es bereits mehrere Male gebacken. In einer Plastiktüte im Kühlschrank aufbewahrt wurden die letzten Scheiben nach 7 Tagen verzehrt ohne Schimmel, Geruch o. ä.  Wenn alle da sind, ist es aber ratz-fatz weggefuttert. Also probiert es doch einfach mal aus. Beim toasten wird es richtig schön knusprig. 

Ihr benötigt:

Eine gefettete Toastbrot- oder Kastenform

Zutaten:

1/2 Würfel Hefe (20g)

20g brauner Zucker

2TL Salz

230 ml Buttermilch

400g Dinkelmehl 630

100g Dinkelvollkornmehl

40g Butter

40g Joghurt

2 EL weißer Balsamico-Essig 

1 EL Leinsamen

2 EL Chia

2 EL Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Hefe, Zucker, Salz und Buttermilch in den Mixtopf geben und verrühren

Thermomix: 2,5 min/ 37*/St. 2,5

Restliche Zutaten zugeben und zu einem glatten Teig kneten

Thermomix: 5 min/ Teigstufe 

Den Teig  umfüllen und an einem warmen Ort min. 30 min gehen lassen. Zwischenzeitlich den Backofen auf 180 * Ober-/Unterhitze vorheizen und anschließend in die gefettete Kastenform füllen. 

Das Toastbrot 30 min auf 180* backen, evtl., je nach Backofen, mit Alufolie abdecken, damit es schön hell bleibt. 

Nach dem Backen aus der Form lösen und auf einem Gitter abkühlen lassen, dabei sofort mit einem Küchenhandtuch abdecken, damit es schön weich wird. 

Wir bewahren den Toast in einer verschlossenen Plastiktüte im Kühlschrank auf. So hält es sich sehr lange frisch. 

Ich wünsche euch wie immer  einen Guten Appetit!

Limoncello-Apfel-Kuchen auf Dinkel-Basis

Sommer, Sonne, Urlaub, leckeres Essen und danach ein Limoncello beim Lieblingsitaliener, so kenne ich das aus dem Urlaub. Da die Ferien noch ein bisschen auf mich warten müssen, habe ich einen Kuchen für euch vorbereitet, der eine Portion Urlaubsfeeling auf eure Kaffeetafel zaubert. Wie immer auf Dinkelbasis und mit einem Teig, der an Bisquit erinnert. Ich habe Granny Smith-Äpfel verwendet, die sehr schön mit dem Limoncello korrespondiert haben. Aber jetzt wünsche ich euch erstmal einen guten Appetit.

Eure Lindenthalerin

Ihr benötigt:
1 gefettete kleine Springform 20 cm
Für die Füllung:
500 g Äpfel
200 ml Wasser
3-4 El Limoncello
75 g brauner Zucker
Saft und abgeriebene Schale von einer großen Bio-Zitrone
1 aufgeschnittene Vanilleschote

Für den Teig:
200g weiche Butter
150g Zucker
4 Eier
100g Dinkelmehl 630
100g Mondamin
2 TL Backpulver
1-2 EL aus dem Sieb des abgeseihten Sudes
Für den Guss:
100 g Puderzucker
2-3 EL Sud
1/2TL Lebensmittelfarbe gelb
3 EL gehobelte Mandeln
Zubereitung:
Die Apfel waschen, schälen und in schmale Spalten schneiden
Wasser, Limoncello, Zucker, Zitronensaft und -schale und Vanilleschote in den Mixtopf geben (oder auf dem Herd im Kochtopf aufkochen lassen) Deckel aufsetzen und Apfel in den Varoma geben und mit Varomadeckel verschließen.
Thermomix: 10min / Varoma / St.1.5
Den Sud in eine Schüssel abseihen, Sieb mit aufgefangenem Inhalt beiseite stellen.
Die Apfel in den Sud geben und ziehen lassen. Währenddessen den Backofen auf 165* C Umluft vorheizen.
Teig zubereiten:
Die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren
Thermomix: 1min / St. 4,5
Jetzt Mehl, Mondamin, Eier und 2 EL des Siebinhalts zufügen
Thermomix: 2 min / St 4
Die Hälfte des Teiges in die Springform geben, die Äpfel abseihen und dabei den Sud auffangen. Die Äpfel auf dem Teig verteilen und den restlichenTeig darüber geben.
Die Springform je nach Herd für ca 60 min. in den Backofen geben, dabei unbedingt im Auge behalten um ggf. die Temperatur anzupassen. Der Teig wird schnell dunkel!
Ich empfehle euch mit einem Zahnstocher oder Rouladennadel am Ende der Backzeit eine Stäbchenprobe zu machen.
Den Kuchen in der Form auf einem Rost 15 min abkühlen lassen, dann erst den Rand vorsichtig entfernen und komplett auskühlen lassen.
Guss zubereiten:
Den Puderzucker mit 2-3 EL des Sudes verrühren und evtl. gelbe Lebensmittelfarbe zufügen (ich habe 1/2 TL genommen).
Den Guss über den Kuchen geben und mit Mandelblättchen bestreuen.
Wer möchte serviert den Kuchen mit Schlagsahne und reicht noch einen Limoncello zum Kaffee!

Eierlikör-Dinkel-Guglhupf

IMG_0126Zur Zeit sind ja überall die aufwändigsten Torten und Kuchen angesagt, aber ich bin der Meinung, dass die einfachsten Dinge oft immer noch die Besten sind. Unser Leben ist meist schon kompliziert genug oder nicht?

Ein absolut traumhafter, feiner Kuchen ist dieser Eierlikör-Guglhupf. Super saftig, hält sich lange frisch und geschmacklich einfach fantastisch. Probiert ihn einfach mal aus. Pur, klassisch und ohne viel Schnick und Schnack. Einfach lecker. Lasst ihn euch schmecken!

Ihr benötigt:

Eine Guglhupfform (ich verwende eine Silikonform)

Zutaten für den Teig:

5 Eier

2 Btl. Vanillezucker

250 g Puderzucker

250 ml Sonnenblumenöl

250 ml Eierlikör

125 g Mondamin (Speisestärke)

125g Dinkelmehl 630

1 Btl. Backpulver

Für die Glasur:

4 EL Eierlikör

50 g Puderzucker

Zubereitung:

Eier und Vanillezucker verquirlen

Thermomix: 10 sec/ St. 4.5

Restliche Zutaten nacheinander unterrühren

Thermomix: Alle Zutaten einfüllen und 2 min/ St. 4 verrühren

Den Backofen auf 165* C Umluft vorheizen

Die Guglhupf-Form gut einfetten, bzw. bei einer Silikonform, kalt ausspülen und nicht abtrocknen und sofort den Teig einfüllen.

Die Backform in den Backofen stellen und ca. 65 min bei 165* C Umluft backen (die Backzeit kann von Ofen zu Ofen sehr unterschiedlich sein, deshalb unbedingt eine Stäbchenprobe machen!)

Anschliessend den Kuchen in der Form auf einen Rost stellen und ca. 15min abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen.

Den Guglhupf vollständig auskühlen lassen

Für die Glasur:

Den Eierlikör mit dem Puderzucker klümpchenfrei verrühren und anschließend mit einem Backpinsel dick auftragen und trocknen lassen

Fertig!

Rhabarber-Baiser-Kuchen

Zur Zeit findet ihr auf allen Märkten frischen Rhabarber. Rhabarber ist eigentlich ein Gemüse wird aber wegen des sauren-fruchtigen Geschmacks auch gerne als Obst eingeordnet. Im Rhabarber enthalten sind wertvolle Substanzen unter anderem Vitamin C, Calcium, Eisen, Magnesium und Kalium. Dazu ist Rhabarber kalorienarm und hat nur etwa 13 kcal. auf 100 g.

Heute habe ich für euch ein  Rezept für einen leckeren Rhabarberkuchen mit Baiserhaube, der sich gut auch ein paar Tage hält, falls er nicht gleich ratzefatz weggefuttert wird.

Ihr benötigt:

Eine Springform 26 cm

Backpapier

Nudelholz

Zutaten:

Für den Boden:

200 g Dinkelmehl

70 g Butter

70 g Rohrohrzucker

1 TL Backpulver

1 Ei

1 Btl. Vanillezucker

Für den Belag:

750g Rhabarber

150 g Rohrohrzucker

2 Beutel Vanillepudding

500 ml Rhabarbersaft

Für das Topping:

3 Eiweiß

150 g Puderzucker

Zubereitung:

Vom Rhabarber Blatt und Ende abschneiden, waschen und die Haut der Stängel abziehen. Jetzt in Stücke schneiden, mit dem Zucker bestreuen und eine Weile stehen lassen, damit der Saft austreten kann.

Die Springform einfetten und den Boden mit Backpapier belegen

Jetzt den Teig zubereiten. dazu alle Zutaten in den Mixtopf geben und

Thermomix: 45 sec / St. 4,5 mit Hilfe des Spatels einen Mürbeteig herstellen

Den Teig in die Springform geben, gleichmäßig verteilen und einen ca. 3 cm hohen Rand formen

Backofen vorheizen auf 200* Ober-/Unterhitze

Das Puddingpulver in den Mixtopf geben und den aufgefangenen Rhabarbersaft einwiegen. Die Restmenge  evtl. mit Wasser auffüllen falls nicht genug Saft gewonnen wurde, so dass 500 ml Flüssigkeit vorhanden sind.

Thermomix: 7 min. / 90* /Stufe 3

Die Puddingmasse über den Rhabarber geben, umrühren und auf dem Boden verteilen

Den Kuchen ca. 30-35 min backen

Die Eiweiß steifschlagen und den Puderzucker einrieseln lassen.

Die Baisermasse auf dem Kuchen verteilen, Temperatur auf 160* C herunterschalten und nochmals 10 min backen.

Ich wünsche euch einen guten Appetit!

Tarte au Chocolat mit Birnen und Walnüssen

Diese nicht kalorienarme Tarte ist Verwöhngenuss pur! Es gibt einfach solche Tage, an denen man eine Riesenportion Schokolade als Seelentröster braucht. Schnell gemacht verwöhnt sie euren Gaumen und lässt euch allen Frust vergessen. Viel Vergnügen…….

Ihr benötigt:

1 Tarte-oder Springform 26cm

Backpapier

Nudelholz

Zutaten:

Für den Boden:

25g Haselnüsse

80g Butter in Stücken

180g Mehl

50g Rohrohrzucker

1 Ei

Für den Belag:

Ca. 100g Walnusshälften

4 kleine Birnen geschält und von unten entkernt

300ml Wasser

1 EL Honig

1 Packung (200g) Blockschokolade Zartbitter in Stücken

150g Sahne

2 Eigelb

50g Rohrohrzucker

Zubereitung:

Haselnüsse in den Mixtopf einwiegen 10sec. /St. 9 zerkleinern mit dem Spatel nach unten schieben

Die Zutaten für den Boden alle miteinander verrühren.

Thermomix: 30sec/ St. 5

Teig in Frischaltefolie einpacken und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen

Die geschälten und entkernten Birnen in den Varoma setzen,

300ml Wasser in den Mixtopf geben und 1 EL Honig dazugeben

 Thermomix: 10min / Varoma / St. 2

Den Backofen auf 180 *C Heißluft vorheizen

Die Form fetten und mit Backpapier auslegen

Den Teig in der Form auswellen und einen Rand formen (ca. 3 cm hoch)

Mit einer Kuchengabel den Boden gleichmäßig einstechen und für 15 min in den Backofen geben.

Die Temperatur jetzt auf 120*C herunterschalten

Schokolade in den Mixtopf geben

Thermomix: 6sec. / Stufe 8

Sahne zufügen und

6min / 90* / Stufe 2 schmelzen

Die Birnen auf  den Tarteboden setzen und die Walnüsse rundherum gleichmäßig verteilen

Eigelb und Zucker einfüllen

Thermomix: 1 min / Stufe 3 vermischen

Die Mischung über die Walnüsse geben

30 min auf 120*C  fertig backen, auskühlen lassen und kühl stellen.

Nomnom…….

Rote-Beete-Flammkuchen

Flammkuchen kennt ja mittlerweile jeder. Dünner, knuspriger Boden und oben ein Belag mit Creme fraiche, Speck und Zwiebeln. Was haltet ihr von dieser Variation: Ein knuspriger Boden aus Dinkelmehl, belegt mit Schmand, roten Zwiebeln, Speck und roter Beete? Wir fanden diese Kombination extrem lecker und ich bin wie immer sehr gespannt auf eure Kommentare.

Ihr benötigt:

Ein mit Backpapier belegtes Backblech (ihr könnt es natürlich als kalorienreichere Variante auch einfetten)

Frischhaltefolie

Nudelholz

Zutaten:

Für den Teig:

250 g Dinkelmehl 630

30 g Olivenöl

1/2 TL Salz

120 ml Wasser

Für den Belag:

130 g rote kleine Zwiebeln, geschält halbiert

1 Becher Schmand (250g)

30 g Sahne

1/2 TL Salz

1/4 TL schwarzer Pfeffer

nach Gusto geriebener Muskat (2-3 Prisen)

125 g Schinkenspeck gewürfelt

1/2 Glas rote Beete in Scheiben (ca. 120 g)

mehrere Blättchen frisches  Basilikum

Zubereitung:

Mehl, Olivenöl, Salz und Wasser mit dem Mixer / Küchenmaschine verkneten

Thermomix: 1 min / Teigstufe

Den Teig in Folie wickeln und für 20-30 min in den Kühlschrank geben.

Backofen auf 250* Ober-/Unterhitze vorheizen

Den Teig auf Backblechgröße mit dem Nudelholz ausrollen

Zwiebeln fein würfeln

Thermomix: 3 sec/ Stufe 5 danach mit dem Spatel nach unten schieben

Schmand, Sahne, Gewürze und Schinkenwürfel zu den Zwiebeln geben und vermischen.

Thermomix: 10 sec./ Stufe 3

Die Mischung auf dem Teig bis fast an den Rand auftragen.

Die abgetropften Rote-Beete Scheiben und das Basilikum gleichmäßig auf der Schmand-Mischung verteilen.

Das Backblech in den Ofen schieben (mittlere Einschubhöhe) und ca. 20 min  backen. Anschließend  in Stücke schneiden und sofort servieren. Dazu passt hervorragend ein Feldsalat mit Walnüssen.

Ich wünsche euch wie immer einen guten Appetit!

Eure LindenthalerinIMG_0111 Continue reading „Rote-Beete-Flammkuchen“